Buddhismus
Der Buddhismus entwickelte sich vor etwa 2500 Jahren im nordöstlichen Indien. Er beruht auf den Lehren des indischen Adligen Siddharta Gautama, der dann Buddha oder »der Erleuchtete« wurde, auch Buddha Shakyamuni (Sanskrit: »Der Weise aus dem (Adels-) Geschlecht der Shakyas«, aus dem der historische Buddha stammte). Buddha selbst sah sich nicht als Gott oder Überbringer einer göttlichen Lehre, sondern seine Einsichten gewann er durch Meditation.

Im Buddhismus gibt es 3 Hauptrichtungen - 1. Theravada ("die Lehre der Älteren"), die heute einzige Ausprägung des Hinayana, 2. Mahayana und 3. Vajrayana (tibetischer Buddhismus), der oft fälschlicherweise als Lamaismus bezeichnet wird - mit bis zu 450 Millionen Anhängern. Damit ist sie die viertgrößte Religion nach Christentum, Islam und Judentum.

Eine Heilige Schrift, die von allen Richtungen anerkannt ist, ist die Tipitaka, ansonsten hat jede Strömung ihre eigene Schrift.

Etwa hundert Jahre nach Buddhas Tod kam es zwischen den einzelnen Mönchsgruppen zu Unstimmigkeiten hinsichtlich Buddhas Lehre. Daraufhin teilte sich der Buddhismus in zwei Hauptströmungen: Theravada (Pali) = Lehre / Schule der Ältesten (auch Hinayana (Sanskrit) genannt: kleines Fahrzeug) und Mahayana (Sanskrit): großes Fahrzeug. Die Hinayana-Buddhisten verbreiteten sich allmählich von Indien aus nach Sri Lanka, Thailand, Kambodscha, Laos und Birma, der Mahayana-Buddhismus hingegen nordöstlich nach Nepal, Tibet, China, Japan, Vietnam und Korea.
Im Tibet verschmolz der Mahayana-Buddhismus mit den magischen Ritualen des Tantrismus. Die bekannteste Schule des tibetanischen Buddhismus ist Gelupa, die sogenannten Gelbmützen. Ihr Oberhaupt ist der Dalai-Lama. Bis zur chinesischen Besetzung in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts war der Dalai-Lama religiöses und politisches Oberhaupt Tibets. Er lebt nun im Exil in Indien.
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