Otto Neururer
Otto Neururer wurde am 25. März 1882 als 12. Kind einer einfachen Müllers- und Bauernfamilie in Piller/Pfarre Fließ in Tirol geboren. Am 29. Juni 1907 empfing er die Priesterweihe im Dom zu Brixen. 1932 wurde er Pfarrer in Götzens. Die nationalsozialistische Herrschaft in Österreich, die im März 1938 begann, erkannte er als Gefahr für den Glauben. Am 15. Dezember 1938 wurde er von der Gestapo verhaftet, da er einer jungen Frau aus seiner Gemeinde von einer Eheschließung mit einem geschiedenen und aus der Kirche ausgetretenen Nationalsozialisten abriet. Vom Gestapogefängnis in Innsbruck wurde er am 3. März 1939 in das KZ Dachau gebracht. Am 26. September 1939 erfolgte eine Verlegung in das KZ Buchenwald bei Weimar. Auch hier wirkte er als Seelsorger und stärkte durch seinen Glauben die Mitgefangenen. Einer von ihnen bat Pfarrer Neururer um die Spendung der Taufe. Als die Taufvorbereitung und -spendung bekannt wurde, kam Otto Neururer in Einzelhaft und wurde gefoltert. Er starb am 30. Mai 1940. Seine Urne wurde am 30. Juni 1940 in seiner Pfarrei Götzens beigesetzt.
Quelle: kathweb.de/lexikon
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