Clausewitz
(preußischer Offizier)
geb.: 01.06.1780 in Burg (Magdeburg).
gest.:16.11.1831 in Breslau (an Cholera).
Carl von Clausewitz trat 1792 in die preußische Armee ein und nahm am Rheinfeldzug im Rahmen der Koalitionskriege teil. Anschließend besuchte er die Militärakademie in Berlin. Bei der Schlacht von Jena/ Auerstedt geriet er in französische Kriegsgefangenschaft, wurde jedoch zwei Jahre später wieder frei gelassen, worauf hin er wieder nach Preußen zurückkehrte (1808). Wenige Jahre später stieg er ins Kriegsministerium bis zum Rang des Artillerieinspekteurs auf und schloss sich den Heeresreformern Scharnhorst und Gneisenau an. Er wirkte daraufhin maßgeblich an der Heeresreform in Preußen und später, als er auf russischer Seite gegen Napoleon kämpfte, an der antinapoleonischen Konvention von Tauroggen mit.
1815 wieder in preußische Dienste genommen, nahm er an der Schlacht von Waterloo teil, die eine vernichtende Niederlage für Napoleon zur Folge hatte. Anschließend wurde er Oberst und Chef des Stabes im Generalkommando in Koblenz. 1818 wurde er dann zum Generalmajor befördert und leitetet fortan die Allgemeine Kriegsschule in Berlin.
Sein Hauptwerk »Vom Kriege«, was jedoch erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde, gilt als Begründung der modernen Kriegslehre. In diesem Werk untersuchte er primär das Verhältnis zwischen Krieg und Politik, was man besonders an diesem Zitat aus seinem Buch erkennt: »Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln«. Das bedeutet, dass Krieg lediglich ein Mittel zur Erreichung politischer Ziele ist. Demnach ist das Militär der Politik unterzuordnen. Während es bei deutschen Strategen wenig Anklang fand, übte sein Werk auf andere, wie z.B. Lenin einen sehr großen Einfluss aus.
Christoph Süß
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